Der Arm einer Person kommt aus dem Bildschirm eines Laptops heraus und schüttelt die Hand einer anderen Person, die vor ihrem Laptop an einem Tisch sitzt. Online Verbundenheit kann die Offline Verbundenheit stärken.

Wie du mit der Digitalisierung im Verein durchstartest – Unser Guide für 2021

Vom Laptop bis hin zum Smartphone, das zu jeder Zeit des Tages in den Händen der “Millennials” und “Gen Z” ist - die Digitalisierung ist für viele das täglich Brot. Doch auch für Vereine sollte die Digitalisierung eine große Rolle spielen. In unserer digitalisierten Gesellschaft kann ein Verein kaum überleben, wenn er sich nicht dem Zeitalter anpasst. Es ist also schon gar keine Frage mehr, ob der Verein digitalisiert werden soll, sondern eher in welchem Ausmaß.

Inhaltsverzeichnis

Was genau kann durch die Digitalisierung im Verein verbessert werden?

Organisation

Wer Prozesse digitalisiert behält besser den Überblick. Informationen, die sonst in dicken Ordnern und Mappen verstaut waren, können mit einer Vereinssoftware in digitalen Ordnern auf einen Blick gesehen werden. Außerdem vergisst man keine wichtigen Dokumente mehr . Wer kennt es nicht: Man muss ein wichtiges Formular mitnehmen und natürlich – wenn man es braucht, hat man es zu Hause vergessen. Wenn alles digital abgespeichert ist, kann das nicht passieren. Alle Dokumente sind immer dabei und jederzeit abrufbar.

Ordnung

Wer alles digital abgespeichert hat, kann nach den Informationen oder Dokumenten die man gerade benötigt, einfach in der Suchleiste suchen. Das erspart sehr viel Arbeit und vor allem auch Zeit.

Reichweite

Wer digital gut aufgestellt ist, erreicht mehr Menschen. Seien es die eigenen Vereinsmitglieder, die selbst auf dem Laufenden gehalten werden und nichts mehr verpassen, als auch potenzielle Vereinsmitglieder, die dadurch auf euren Verein aufmerksam werden.

Mitgliedererhalt

Wer sich dem Wandel der Zeit nicht anpasst, wird es schwer haben. Gerade heutzutage, wo ohne digitale Lösungen fast nichts mehr läuft. Euer Verein kann so Mitglieder halten, die zum Studium in eine andere Stadt ziehen. Diese wurden zwar im jungen Alter gefördert, sobald sie die Stadt aber verlassen, ist es fast so als wären sie nie da gewesen. Durch die Nutzung einer Vereinsapp oder auch anderen Technologien, bleiben sie jedoch auf dem Laufenden und können möglicherweise sogar an Versammlungen oder Events teilnehmen. Euer Verein kann so dem Mitgliederschwund entgegenwirken.

Allerdings gibt es nicht nur Vorteile durch die Digitalisierung, auch einige Herausforderungen kommen auf euren Verein zu:

Herausforderungen


Zeitintensiv

Digitale Möglichkeiten für seinen Verein sinnvoll einzusetzen, passiert nicht von heute auf morgen. Es müssen vorher viele Dinge geklärt werden: Wer kümmert sich darum? Was wird überhaupt umgesetzt? Bis wann soll es umgesetzt sein? Haben Vereinsmitglieder etwas dagegen oder besondere Wünsche?
All diese Fragen, ihre Beantwortung und Umsetzung benötigen Zeit.

Einbeziehung aller Mitglieder

Gerade ältere Generationen in eurem Verein werden anfangs noch Schwierigkeiten haben, sich an die Digitalisierung im Verein zu gewöhnen und sie umzusetzen. Entscheidet ihr euch zum Beispiel dafür, eine App zu verwenden, kann es hilfreich sein, bei Bedarf eine Informationsveranstaltung durchzuführen, bei der nochmal genauer erklärt wird, wie die App zu verwenden ist und wie alles funktioniert. Vielleicht erklärt sich auch ein Vereinsmitglied dazu, als Ansprechpartner bei Fragen und Problemen mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen.

Transparenz

Alle Vereinsmitglieder sollten wissen, wofür digitale Lösungen geschaffen werden und wie diese aussehen. Sie sollten auch über den Datenschutz aufgeklärt werden und jederzeit Fragen stellen dürfen.

Persönliche Grundlagen

Falls zum Beispiel eine Vereinsapp genutzt werden soll, ein paar eurer Vereinsmitglieder aber nicht über ein Smartphone verfügen, sollte im Voraus abgeklärt sein, wie solche Fälle gehandhabt werden. Auch bei der Digitalisierung im Verein sollten sich alle Mitglieder miteinbezogen und beachtet fühlen.

Pflege

Eine neue Homepage und Social Media Accounts sind schnell erstellt, allerdings sollte dann auch dafür gesorgt werden, dass diese nachhaltig gepflegt werden. Wer nur einmal voller anfänglicher Motivation etwas auf Instagram postet und danach nie wieder, hätte sich die Mühe auch von Anfang an sparen können. Außerdem könnten Interessierte denken, dass euer Verein generell inaktiv ist, wenn auf dem Vereinsaccount seit Monaten nichts mehr gepostet wurde.

Datenschutz

Digitalisierung im Verein hin oder her – Euer Verein muss darauf achten, dass alle gesammelten Daten immer wieder aktualisiert und vor Verlust geschützt werden. Außerdem müssen alle vertraulichen Daten sicher behandelt werden. So könnt ihr als Verein im europäischen Raum nicht alle Programme und Apps offiziell nutzen. WhatsApp, zum Beispiel, darf nicht als offizielles Kommunikationsmittel im Verein verwendet werden. Achtet also darauf, dass alle Programme und Apps der DSGVO entsprechen.

Nachdem sich euer Verein jetzt über die Vorteile und Herausforderungen der Digitalisierung bewusst ist, stellt sich jetzt natürlich die Frage:

Wie starte ich mit der Digitalisierung im Verein?

digitalisierung im verein


Einstellung

Die Digitalisierung im Verein kann nur starten, wenn euer Verein auch offen für sie ist. Wer sich im Vorhinein schon verschließt à la “Das ist doch alles nur neumodisches Zeug” oder “so machen wir das doch schon immer”, wird keinen neuen Projekten eine Chance geben. Sprecht mit euren Mitgliedern über die oben genannten Argumente, damit auch sie offen für eine Digitalisierung sind.

Passende Ansprechpartner

Gibt es in eurem Verein schon jemanden, der sich mit IT auskennt? Wenn ja, könnt ihr diese Person fragen, was machbar wäre und ob sie sich dieser Aufgabe annehmen würde. Dann würde jemand, der euren Verein schon kennt, an den digitalen Lösungen arbeiten. Allerdings müsst ihr hier darauf achten, dass 1. das Mitglied nicht nach einer Woche keine Zeit mehr für das Projekt hat und 2. das Mitglied sich damit nicht überfordert oder gar dazu gedrängt fühlt, diese Aufgabe zu übernehmen.

Was soll überhaupt digitalisiert werden?

Danach solltet ihr schauen, wie die Digitalisierung im Verein konkret umgesetzt werden soll, also welche (analogen) Prozesse digitalisiert und vereinfacht werden können. Welche Arbeitsschritte verschlingen momentan einfach zu viel Zeit? Können diese Prozesse digitalisiert und vereinfacht werden? Dann seid ihr dem Ganzen schon einen großen Schritt näher.

Gerade bei diesem Schritt ist es auch sehr wichtig, eure Mitglieder miteinzubeziehen und wenn möglich, vorher schon folgende Fragen zu klären:

  • Was wünschen sich eure Mitglieder?
  • Welche Probleme haben sie und was ist ihnen besonders wichtig?
  • Gibt es Mitglieder, die schon konkrete Vorschläge haben?
  • Was wäre realistisch umsetzbar?
  • Gibt es schon Vereine, vielleicht auch aus der Nähe, die schon sehr digital unterwegs sind? Kann man den Austausch mit ihnen suchen und schauen, was bei ihnen funktioniert?

Tools

Wenn ihr diese Fragen beantwortet habt, geht es um die konkrete Auswahl der Tools. Damit euch das leichter fällt, haben wir hier eine kleine Übersicht erstellt:

Wichtig: Es gibt sehr viele verschiedene Tools auf dem Markt. Versucht nur die zu nutzen, die eurem Verein tatsächlich einen Mehrwert bieten, denn sonst drohen Überforderung und Chaos. Auch sollte sich euer Verein vor Beginn der Nutzung immer vergewissern, ob Tools auch wirklich DSGVO-konform sind. Bei vielen Anbietern sind die (kostenlosen) Versionen das nämlich nicht. Hier gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Apps zur Organisation

Um innerhalb des Vereins eine reibungslose und übersichtliche Kommunikation zu ermöglichen, können Apps zur Vereinsorganisation in Erwägung gezogen werden.
Es gibt hier zwei Möglichkeiten: Schon existierende (kostenlose) Apps für Gruppen und Vereine nutzen oder sich eine eigene App erstellen lassen.

Existierende Vereinsapps

Klubraum

In der Klubraum-App gibt es einen Gruppenkalender, es können Gruppen- und Einzelchats erstellt und Fahrgemeinschaften erstellt werden. Die Nutzung von Klubraum ist für jegliche Mitgliederanzahl kostenlos und werbefrei.

Spielerplus

Spielerplus ist vor allem für Mannschaftssportarten und bietet einen Kalender, digitale Buchhaltung und die Möglichkeit für Abstimmungen. Wer weniger als 30 Mitglieder hat, kann die App von Spielerplus kostenlos, dafür allerdings mit Werbung, nutzen. Bei mehr Mitgliedern, muss auch hier eine kostenpflichtige Version genutzt werden.

Vereinsplaner

Mit der Vereinsplaner-App können Termine verwaltet, Neuigkeiten des Vereins geteilt und in der Webversion auch noch Umfragen durchgeführt werden. Für Vereine bis zu 15 Mitgliedern ist Vereinsplaner kostenlos, wer mehr Mitglieder hat, muss eine kostenpflichtige Version nutzen. 

Wer sich über Apps, die spezifisch für Vereine sind, noch genauer informieren möchte, kann das mit dem Vereinsappvergleich tun.

Vereinsapp-Ersteller

Ehrenamt24

Für Mitglieder ist die App kostenlos, es fallen aber Kosten für die Erstellung und Kosten für das Hosting und den Betrieb an. Die genauen Kosten erfährt man im direkten Kontakt mit ehrenamt24.

Vereinsapp.Sportdeutschland

Auch vereinsapp.sportdeutschland ist für Mitglieder kostenlos, hier muss für die Einstellung in den Apple App-Store und die monatliche Wartung ein Betrag bezahlt werden.


Man kann natürlich auch schon bekannte Apps für Gruppen für den Verein nutzen, wie zum Beispiel Microsoft Teams, auch hier findet ihr passende Informationen beim Vereinsappvergleich.

Umfragen

Wie der Name schon vermuten lässt, helfen auch Umfragetools schnell und einfach Online-Umfragen zu erstellen. Der große Vorteil ist, dass man die Ergebnisse sofort einsehen und jeder von überall abstimmen kann. Die Tools bieten eigentlich immer eine klassische Umfrage im Stil von “Entweder, oder” und “Wähle aus” an. Aber auch spezielle Hilfestellungen für z.B. Terminfindungen werden angeboten. Im Folgenden bekommt ihr einen kleinen Überblick über einige kostengünstige Umfragetools:

Nuudle

Nuudel ist ein Umfragetool von Digitalcourage e.V., die  sich auch generell für den Datenschutz einsetzen. Das Tool betreibt kein User-Tracking, man benötigt keine eigene E-Mail-Adresse und muss auch keinen richtigen Namen angeben.

Euer Verein kann damit normale Umfragen oder Terminumfragen erstellen. Bei der Terminumfrage können beliebig viele Daten mit verschiedenen Uhrzeiten ausgewählt werden.

Für normale Umfragen lassen sich beliebig viele Auswahloptionen erstellen. Zu jeder Auswahlmöglichkeit könnt ihr zusätzlich einen Link oder ein Bild hinzufügen. 

Teilnehmende können über einen Link an eurer Umfrage teilnehmen. Als Antwortmöglichkeiten gibt es  “Zustimmen”, “unter Vorbehalt Zustimmen” oder “Ablehnen”. Außerdem können eure Vereinsmitglieder Kommentare hinzufügen. 

Der Ersteller der Umfrage (welcher einen speziellen Admin-Link zur Umfrage erhält) hat zusätzliche Einstellungsoptionen. So kann er den Umfragelink anpassen, die Umfrage durch ein Passwort schützen oder die Ergebnisse nur für ihn selbst sichtbar machen.

Bei Angabe seiner Mailadresse kann er über Antworten und Kommentare informiert werden und ein Antwortlimit pro Terminoption setzen, sodass sich zum Beispiel nur 10 Teilnehmer für einen Termin eintragen können. Durch diese Option kann somit ganz leicht eine Gruppeneinteilung durchgeführt werden. 

Die Ergebnisse kann sich der Ersteller auch in einer Infografik anzeigen lassen. Eine Umfrage wird nach spätestens 180 Tagen komplett gelöscht.

Einziger Nachteil ist, dass Teilnehmende beliebig viele Antworten geben können und somit die Ergebnisse verzerren können.

Doodle

Doodle ist wohl das bekannteste Tool für Online-Umfragen bzw. Abstimmungen. Euer Verein kann kostenlos und ohne Registrierung Online-Umfragen erstellen.

Für die kostenlose Version wird eine E-Mail-Adresse, aber keine Anmeldung benötigt. In dieser Version bietet Doodle dieselben Features wie nuudle, euer Verein kann aber zusätzlich einen Ort für Termine oder ein Videokonferenztool hinzufügen. 

Die Teilnehmenden haben bei einer Umfrage entweder die Möglichkeit verschiedene Optionen auszuwählen, oder je Frage zwischen den Antwortmöglichkeiten “Ja”, “Nein” oder “Wenn es sein muss” zu wählen. Zusätzlich kann die Teilnehmerzahl pro Option begrenzt werden, Teilnehmer dürfen nur eine Option auswählen und die Ergebnisse können nur für den Ersteller sichtbar gemacht werden.

Zur Umfrage gelangen die Teilnehmenden über einen Link. Der Ersteller kann über E-Mail auf die Umfrage zugreifen, um sie zu bearbeiten und die Ergebnisse einsehen zu können. Die Ergebnisse können außerdem als PDF oder Excel-Datei exportiert werden. 

Falls sich euer Verein ein kostenloses Konto anlegt, kann man auch direkt Einladungen für die Umfragen per E-Mail verschicken und muss nicht selbst den Link zur Umfrage mit den anderen teilen.

In der kostenpflichtigen Variante (1 Nutzer für 6,95 € pro Monat) erhaltet ihr weitere Features. So entfällt die Werbung bei den Umfragen, Fristen zum Beantworten der Umfrage können gesetzt werden, Kontaktdaten von den Teilnehmern können verlangt werden und es werden automatische Erinnerungsmails an Teilnehmer gesendet. 

Zudem kann man Termine mit seinem Kalender synchronisieren, Doodle mit Programmen wie MS Teams oder Zoom verbinden und 1on1-Meetings erstellen.

Doodle eignet sich besonders gut für Terminfindung und Terminvergabe. Leider ist gerade die kostenpflichtige Variante aus Datenschutzsicht umstritten, da Teilnehmer zur Angabe ihrer Adresse aufgefordert werden können und diese von Doodle gespeichert wird. Deshalb empfehlen wir eine eigenständige Nachprüfung.

Google Formulare

Auch Google bietet ein kostenloses Umfragetool an: Google Formulare. Wieder gilt: Wir empfehlen, den Datenschutz eigenständig nachzuprüfen. I.d.R. muss bei Google Diensten der Business-Account genutzt werden, um eine datenschutzkonforme Nutzung zu gewährleisten. Generell gilt: Seit der EuGH im Jahr 2020 das EU-US-Privacy-Shield-Abkommen für ungültig erklärt hat, ist die Nutzung US-amerikanischer Dienste aus Datenschutzsicht oft problematisch.

Anders als bei den Tools braucht ihr hier zwingend ein (Google-) Konto, um es nutzen zu können. Dafür bietet Google dann auch mehr Möglichkeiten bei den Fragen und Antworten: kurze oder große Textfelder für geschriebene Antworten, Multiple-Choice-Fragen, Drop-Down-Antworten und Bilder oder Videos können hinzugefügt werden.

Das Design kann angepasst werden und die Antworten werden in Grafiken angezeigt. Zudem kann eingestellt werden, dass Teilnehmer nur einmal an der Umfrage teilnehmen können. Dafür brauchen sie jedoch ein eigenes Google Konto.

Google Formulare eignet sich besonders gut für Evaluationen und dergleichen, aber weniger für Terminvergaben, da Termine manuell als Frage eingegeben werden müssen. Ein Datum oder Uhrzeiten einfach aus einem Kalender auswählen und dann darüber abstimmen lassen, ist nicht möglich.

E-Mail-Verteiler

E-Mails dürfte hier auf der Liste eigentlich niemanden mehr überraschen. Oft schon längst im Gebrauch, schaffen E-Mail-Verteiler die Möglichkeit, alle Teammitglieder über regelmäßige E-Mails auf dem Laufenden zu halten.

E-Mail-Verteiler-Software

E-Mail-Verteiler helfen dabei, E-Mail-Listen zu verwalten, damit nicht jede E-Mail-Adresse eines Mitglieds bei jeder E-Mail manuell in die Empfängerzeilen eingegeben werden muss. In der Regel kann der Listenverwalter E-Mail-Adressen in eine Liste eintragen, aber auch die Mitglieder selbst können eine Mailingsliste abonnieren.  Euer Verein kann auch verschiedene Listen erstellen, zum Beispiel für einzelne Abteilungen.

Mögliche E-Mail-Verteiler-Software bzw. deren Anbieter:

Google Groups

In Google Groups könnt ihr eine Gruppe erstellen, die eine eigene Mailadresse erhält. Google Groups bietet somit die Möglichkeit einer Mailingliste. 

Wer sich darin einträgt, erhält jede Mail, welche an die Gruppenmailadresse geschickt wird. Dabei kann auch eingestellt werden, wer überhaupt Mails an die Gruppenadresse schicken kann. Beispielsweise können nur Gruppenmitglieder oder nur der Gruppenersteller Mails an die Gruppe schicken. So kann man sich vor Spam schützen.

Neben der Mailingliste bietet Groups auch einen Chatraum für die Gruppenmitglieder und euer Verein kann mehrere Gruppen erstellen. Für Groups braucht sowohl ihr ein Google-Konto. Um Zusatzfunktionen wie Unterhaltungen nutzen zu können, brauchen eure Mitglieder auch ein Google-Konto. Dafür ist es auch kostenlos.

Ionos

Ionos von 1&1 bietet einen vollständigen Webmail-Dienst an. Neben der Möglichkeit Mailinglisten zu erstellen, erhaltet ihr zudem eine E-Mail-Adresse mit einer beliebigen Domain. Neben Viren- und Spamschutz könnt ihr euch außerdem auf den 24/7 Service von 1&1 verlassen, falls ihr Fragen oder Probleme habt.

Ionos kostet in der Basis Variante für einen Nutzer 1 € pro Monat und bietet dabei ein Postfach mit 2 GB Speicher. In der Basis Variante kann sich allerdings nur eine Person mit seiner eigenen E-Mail-Adresse anmelden.  Im Business Tarif könnt ihr dann auch mehrere Anwender hinzufügen. 5 Anwender kosten 15 € pro Monat und man erhält einen 50 GB Speicher.

Mailchimp

Eigentlich für Firmen gedacht, kann Mailchimp auch für Vereine interessant sein. Es bietet keine Mailingliste wie Ionos an, sondern ist ein klassischer E-Mail-Verteiler: Wer in der Verteilerliste steht, bekommt eine Mail, wenn diese vom Listenbesitzer verschickt wird. Zwar ist diese Variante der Kommunikation im Vergleich zur Mailingliste recht einseitig, verhindert jedoch auch ungewollte Mails eurer Mitglieder.

Mailchamp bietet auch E-Mailvorlagen an, damit eure Mails auch ansprechend aussehen. Es ist größtenteils kostenpflichtig, die kostenlose Version, in der man 2000 Kontakte abspeichern kann, genügt aber i.d.R. einem Verein.

Wer noch mehr über E-Mail-Verteiler wissen möchte, kann sich in diesem Artikel noch ausführlicher informieren.

Videokonferenz-Tools

Gerade wenn es, aufgrund von Corona, um Online-Sitzungen geht, kommen einem direkt einige Videokonferenztools in den Kopf. Die mit am Bekanntesten dürften wohl Zoom, Alphaview und Google Meet sein. Dazu findet ihr online viele detaillierte Informationen, da jeder Verein individuell für sich entscheiden muss, ob solche Tools überhaupt in Betracht kommen.

Eine kleinere Zusammenfassung folgt:

Zoom

Mit Zoom können kostenlose Meetings bis zu 40 Minuten mit maximal 100 Teilnehmern stattfinden. Wer mehr Zeit oder Teilnehmer braucht, muss eine bezahlte Version nutzen.  Zoom bietet u.a. die Möglichkeit Passwörter festzulegen und Warteräume anzulegen. 

Alphaview

Alphaview ist ein dsgvo-konformes Videokonferenz-Tool, das kostenlos zeitlich unbegrenzte Meetings mit bis zu 50 Teilnehmern erlaubt. Es werden auch (kostenpflichtige) Non-Profit Pakete speziell für Vereine angeboten, z.B. Non-Profit 350, hier können bis zu 100 Teilnehmer mit Video und zusätzlich bis zu 250 Teilnehmer im Zuschauermodus an einem Meeting teilnehmen.

Google Meet

Bei Google Meet kommt man über einen Einladungslink in das Meeting, sodass die Teilnahme auch ohne einen Google Account möglich ist. Mit der kostenlosen Version können Meetings bis zu 60 Minuten und mit bis zu 100 Teilnehmern durchgeführt werden.

MS Teams

MS Teams ist Teil des Office Pakets von Microsoft. Mit MS Teams kann man (kostenlos) bis zu 60 Minuten mit 100 Teilnehmern eine Konferenz durchführen. Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich Microsoft dazu entschlossen, dieses Limit zu erhöhen. Auf unbestimmte Zeit kann man auch mit der kostenlosen Version, mit 300 Teilnehmern und 24 Stunden lang Meetings halten.

bbb server

bbb Server, der die BigBlueButton Open-Source-Software nutzt, bietet ein dsgvo-konformes Videokonferenz-Tool an. In der kostenlosen Testvariante stehen lediglich zwei Verbindungen zur Verfügung. Wer mehr braucht und das wird in einem Verein wahrscheinlich der Fall sein, muss eine kostenpflichtige Version in Anspruch nehmen.

Vereinsverwaltungs-Software

Es gibt viele Anbieter von Softwares, die euch bei der Organisation eures Vereins helfen können. Meistens werden Cloud Lösungen angeboten, damit jeder überall Zugang zu den Daten hat. I.d.R. kann man Mitglieder verwalten, Spenden und Mitgliedsbeiträge abwickeln und Zugangsberechtigungen erteilen u.v.m. Manchmal wird auch noch zusätzlich eine App angeboten.
Hier alle Anbieter für Vereinsverwaltungs-Software zu nennen, würde den Rahmen sprengen, deshalb folgt nur eine kleine Zusammenfassung:

Campai

Campai bieten kostenpflichtig die Möglichkeit, beliebig viele Mitglieder zu verwalten. Die Starter-Edition kostet 49,95€, Campai bietet aber auch eine kostenlose Demoversion an, mit der man die Software 30 Tage lang testen kann. Es wird auch noch eine Vereinsapp angeboten. 

EasyVerein

Mit easyVerein können maximal 500 Mitglieder und maximal  5 Administratoren verwaltet werden, wer noch mehr Mitglieder hat, kann sich ein individuelles Angebot auf der Webseite erstellen lassen. Mit bis zu 10 Mitgliedern, kann die Software 30 Tage lang kostenlos getestet werden. Das Essential-Paket für 100 Mitglieder gibt es für 85,68€ pro Jahr.

MeinVerein

MeinVerein erlaubt es, eine 14-tägige Testphase, in der alle Funktionen getestet werden können. Es können beliebig viele Mitglieder verwaltet werden, die XS Version für bis zu 100 Mitgliedern kostet 100€ pro Jahr. Auch MeinVerein bietet die Möglichkeit, eine Vereinsapp einzuführen.

ClubDesk

Auch Clubdesk ist für 30 Tage kostenlos testbar. Bis zu 200 Mitglieder können generell in einer Gratisversion kostenlos verwaltet werden. Um mehr Mitglieder zu verwalten, muss gezahlt werden. ClubDesk lässt einen auch noch eigene Webseite erstellen.

Wer sich noch detaillierter über die oben genannten oder über weitere Vereinsverwaltungs-Software informieren möchte, kann das hier tun.

Homepage

Die vereinseigene Homepage ist für die Digitalisierung im Verein wohl der erste digitale Schritt. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass diese auch regelmäßig als Informationskanal genutzt wird und nicht einfach nur so existiert. Beispielsweise können Newsartikel der Seite Leben einhauchen und zusammen mit Fotogalerien können sich Besucher ein besseres Bild über euer Vereinsleben machen.

Anbieter, mit denen euer Verein eine Homepage erstellen kann:

Webgo

Webgo ist ein Full-Service-Provider aus Hamburg, der euch mit einem Baukastensystem hilft, eine eigene Webseite für euren Verein zu erstellen. Ihr könnt webgo unbegrenzt kostenlos testen und bezahlt erst etwas, wenn ihr eure Homepage auch veröffentlicht. Das Starterpaket gibt es ab 6,95€ monatlich. Zusätzlich muss eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 14,95€ bezahlt werden. 

Vereinify

Vereinify ist wie der Name schon sagt, speziell für Vereine ausgerichtet. Das Starterpaket mit Subdomain ist kostenlos, gezahlt werden muss erst bei einer eigenen Domain. Es fällt keine Einrichtungsgebühr an.

Jimdo

Auch Jimdo bietet ein Baukastensystem für Webseiten an. Jimdo kann kostenlos mit einer Subdomain getestet werden, eine Webseite mit eigener Domain gibt es ab 9€ im Monat. Zusätzlich bietet Jimdo eine Bilddatenbank mit lizenzfreien Bildern und es ist möglich, einen Rechtstexte-Manager dazuzubuchen, der die Rechtskonformität der Webseiteninhalte prüft.

5 Tipps, um den richtigen Anbieter auszuwählen

  1. Nehmt euch Zeit
    Entscheidet euch nicht spontan für den ersten Anbieter, sondern schaut euch ein paar an und testet sie wenn möglich. Es kann auch hilfreich sein, mit einer kleineren Gruppe an Mitgliedern zu testen. Jeder nimmt andere Details wahr. 
  • Bietet der Anbieter wirklich das an, was ihr sucht? 
  • Wie sieht es mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis aus? 
  • Ist der Kundenservice gut zu erreichen und freundlich? 
  1. Must-have und Nice-to-have Liste erstellen
    Macht euch vorher Gedanken darüber, welche Ansprüche ihr an eure Homepage habt. Was sind Dinge, die für euren Verein unverzichtbar sind (=Must-have) und was hättet ihr zwar gerne, es wäre aber auch nicht schlimm, wenn es nicht angeboten werden würde (=Nice-to-have).

Fragen, die ihr euch in diesem Zusammenhang stellen solltet:

  • Welche Inhalte wollt ihr auf eurer Webseite haben? Nur Text, Text und Bilder, eine richtige Fotogalerie oder sogar Videos? 
  • Wie hoch ist euer Budget oder kommt für euch nur eine kostenlose Version in Frage?
  • Möchtet ihr Zusatzleistungen, wie z.B. eine Rechtsberatung in Anspruch nehmen? Wenn ja, soll diese direkt beim Anbieter dabei sein oder kann jemand Externes hinzugezogen werden?
  • Welche Ansprüche habt ihr an den Kundenservice? Ist für euch eine 24-Stunden Erreichbarkeit Pflicht? Oder reicht es euch, wenn ihr nur E-Mails schicken könnt, aber z.B. nicht direkt anrufen könnt? 
  1. Nutzt Ressourcen
    Falls die Anbieter (kostenlose) Beratungen anbieten, nutzt sie! So erfahrt ihr noch mehr über ihr Produkt. Es kann aber auch sinnvoll sein, einen unabhängigen Blick auf die verschiedenen Anbieter zu haben. Wenn ein Vereinsmitglied die Webseite nicht selbst erstellen kann, aber trotzdem Ahnung von Webseiten oder Technik hat, kann seine Meinung sehr wichtig sein.
  1. Legt einen Verantwortlichen fest
    Damit eure Homepage hinterher nicht nutzlos ihr Dasein fristet, sollte sie auch regelmäßig mit Inhalten versorgt werden. Eine Homepage soll alle Interessierten auf dem Laufendem halten.
  • Wer ist für die Homepage verantwortlich? Ein einzelnes Mitglied oder eine kleineres Team? Nur inhaltlich oder auch für das Design?
  • Wer klärt die rechtlichen Grundlagen ab? Der:Die Verantwortliche? Oder gibt es zusätzlich noch jemanden, der genauer darauf schaut?
  • Wer kümmert sich um die Homepage, wenn es technische Probleme gibt? Habt ihr ein Mitglied, das ihr in solchen Fällen um Rat fragen könnt?
  1. Schätzt euren Aufwand ein
    Eine Homepage kann gelegentlich mit kleineren Inhalten gefüttert werden, oder aber auch sehr professionell gestaltet und geführt werden. Ihr solltet euch vor der Erstellung Gedanken darüber machen, was für euren Verein am sinnvollsten ist und wie viel Zeit ihr in eure Webseite stecken könnt und wollt.
  • Wie regelmäßig sollen neue Informationen auf der Webseite veröffentlicht werden? 
  • Wie aufwendig soll der Inhalt beschafft werden?

Sollen z.B. Fotos nur auf die Homepage kommen, wenn ihr sie von einem anderen Mitglied zugeschickt bekommt oder seid ihr z.B. an Turnieren selbst mit der Kamera unterwegs, um gute Fotos für eure Webseite zu garantieren?

Social Media

Social Media sollte von Vereinen nicht unterschätzt werden. Eure Social Media Accounts, zum Beispiel auf Facebook und Instagram, halten nicht nur eure Mitglieder immer schnell und unkompliziert auf dem Laufenden, sondern können auch die Aufmerksamkeit von potenziellen Vereinsmitgliedern erlangen, die sich euren Verein und eure Angebote mal genauer anschauen möchten. Achtet also darauf, dass eure Social Media Accounts ein gutes Licht auf euch werfen.

Mögliche Soziale Netzwerke für euren Verein:

Facebook

Mit rund 2,8 Milliarden monatlichen Nutzern ist Facebook das größte soziale Netzwerk. Ihr könnt eine öffentliche Gruppe erstellen, Beiträge teilen, anderen Gruppen beitreten und Veranstaltungen planen. Nicht nur die Gruppenvernetzung sondern auch die 1:1-Kommunikation ist bei Facebook einfach umsetzbar.

Instagram

Auf Instagram werden verstärkt Bilder und Videos geteilt. Bilder im Feed (also auf der Profilseite) können mit einer kurzen Bildunterschrift versehen werden. Zusätzlich können auf Instagram bis zu 30 Sekunden lange Videos, genannt Reels und 1-60 minütige Videos, genannt IGTV, veröffentlicht werden. Mit Instagram Stories habt ihr die Möglichkeit, Bilder nur für 24 Stunden sichtbar zu lassen. Gerade die jüngere Generation ist viel auf Instagram unterwegs. Hier ist es wichtig mit ausdrucksstarken oder emotionalen Bildern zu punkten. 

Twitter

Twitter wird fürs Micro-Blogging genutzt, es werden also kurze Textbeiträge (“Tweets”) geteilt. Es können generelle Texte, Statements oder Kommentare gepostet werden.

YouTube

YouTube ist mittlerweile die größte Video-Plattform der Welt. Die meisten Videos, die auf YouTube zu finden sind, sind mit hochwertigem Equipment produziert. Deshalb kann der Einstieg für euren Verein hier schwieriger sein, als bei anderen Plattformen. Ihr solltet euch im Klaren darüber sein, dass ihr jemanden braucht, der Erfahrung im Schneiden von Videos hat und auch mit einer Kamera gut umgehen kann.

Euer Verein sollte natürlich auch Videos produzieren, die (potenzielle) Zuschauern gefallen. Videos von Vereinsfeiern oder ein komplettes Fußballspiel, bekommt wahrscheinlich eher weniger Klicks. 

Coole Tanzchoreografien oder neue Lieder, die von einem Musikverein gespielt werden, bekommen eher Aufmerksamkeit.

Da es heutzutage schwierig ist, mit einem YouTubekanal bekannt zu werden, solltet ihr zudem die anderen sozialen Medien nutzen, um euren Kanal zu bewerben.

TikTok

TikTok ist die wohl neueste Plattform. Gepostet werden Videos, die bis zu drei Minuten lang sein dürfen. Als Hintergrundmusik können Lieder aller Musikrichtungen ausgewählt werden.  Hier kann euer Verein vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen. 

Die Videos, die auf TikTok viral gehen, überzeugen i.d.R. mit Witz, Emotionalität oder Einzigartigkeit. 

Vor allem für Tanzvereine bietet die Plattform großes Potenzial. Kurze Videos von Choreografien sind beliebt, gerade wenn sie etwas außergewöhnlicher sind.

Auf welcher Plattform sollte euer Verein anfangen?

Jetzt kommt natürlich die Frage auf, mit welcher Plattform euer Verein anfangen sollte. Hier gibt es von uns eine klare Empfehlung: Instagram! Instagram verbindet viele gute Eigenschaften der anderen Plattformen. 

Die meisten Nutzer:innen von Instagram sind zwischen 18 und 35 Jahren und somit eine geeignete Zielgruppe für Vereine. Diese Altersgruppe ist mit den unter 18-Jährigen (welche nach TikTok fast genauso viel Zeit auf Instagram verbringen) auch generell am meisten in den sozialen Medien vertreten.

Facebook bietet zwar viele ähnliche Funktionen –  sogar mehr als Instagram – die Nutzer sind mittlerweile meist aber schon Ü-30. Da Instagram jedoch zu Facebook gehört und deren Accounts verknüpft sind, kann man die Inhalte von Instagram auch schnell auf Facebook hochladen. 

Des Weiteren kann man auf Instagram eine Vielzahl an Content (Inhalte) hochladen. Dabei müssen Fotos oder Videos nicht unbedingt noch stundenlang bearbeitet werden, sondern können auch mit Filtern der App bearbeitet und sofort gepostet werden. Deshalb ist der Einstieg auf Youtube auch schwieriger. Die Videos für YouTube müssen definitiv handwerklich gut gemacht sein. Das erfordert i.d.R. viel Zeit, Geld für gutes Equipment und Wissen über Videobearbeitungsprogramme. 

Ein weiterer Vorteil von Instagram, ist die Nähe zu euren Followern. Diese können Nachrichten direkt an euren Account schreiben, eure Posts liken,kommentieren und reposten. Nicht zu vergessen ist das Umfrage- und Abstimmungstool, das man in Stories einbauen kann. Eure Follower haben so die Möglichkeit, unkompliziert mit euch zu interagieren und kommunizieren. 

Und wieso nicht Twitter oder TikTok? 

Auf Twitter können zwar auch Bilder und Videos getweetet werden, doch bleibt das Hauptaugenmerk auf den kurzen Textbeiträgen. Wenn euer Verein also hauptsächlich Bilder und Videos teilen möchte, solltet ihr lieber auf eine andere Plattform ausweichen.

Auf TikTok können die Videos, die gepostet werden sollen, direkt geschnitten und bearbeitet werden. Auch wenn TikTok auf kürzere Videos ausgelegt ist, als Youtube, muss die Qualität der Videos trotzdem stimmen. Wenn ihr aber nicht nur Videos posten möchtet, sondern auch Bilder von eurem Verein, bzw. euren Vereinsmitgliedern, sollte erstmal mit Instagram starten.

Welche Inhalte sollten gepostet werden?

Euer Verein hat sich für Instagram entschieden, was solltet ihr nun posten? Was viele erfolgreiche Vereine auf Instagram herausgefunden haben: Der Blick hinter die Kulissen ist besonders interessant. Bietet euren Followern Einblicke, die sie sonst nicht haben. Postet also mal Videos und Fotos vom Training oder der Feier nach dem letzten Sieg.

Stellt außerdem eure Mitglieder in den Vordergrund, Stichwort Authentizität. Je mehr sich eure Follower in euren Mitgliedern widerspiegeln können, desto eher gefallen ihnen eure Inhalte.

Macht beispielsweise Challenges in denen sich eure Mitglieder zusammen oder gegeneinander messen müssen. Witzige Alltags- bzw. Vereinssituationen kommen auch immer gut an.

Nutzt eure Stärken aus! Ihr seid ein Modellflugverein? Macht nicht nur Fotos vom Boden aus, sondern schnallt eine GoPro an eure Flieger und macht schöne Luftaufnahmen. Ihr könnt auch einen Blick hinter die Kulissen geben und eure Werkstatt/ Reparaturen zeigen, damit eure Follower mitbekommen, was noch alles zum Fliegen dazu gehört.

Schaut euch auch die aktuellen Trends an, also welche Formate gerade in den sozialen Medien gerade angesagt ist. Oft kann man diese für den eigenen Vereinsaccount umsetzen und so gute Unterhaltung liefern.

Euer Verein hat sich für Instagram entschieden, was solltet ihr nun posten? Was viele erfolgreiche Vereine auf Instagram herausgefunden haben: Der Blick hinter die Kulissen ist besonders interessant. Bietet euren Followern Einblicke, die sie sonst nicht haben. Postet also mal Videos und Fotos vom Training oder der Feier nach dem letzten Sieg.

Stellt außerdem eure Mitglieder in den Vordergrund, Stichwort Authentizität. Je mehr sich eure Follower in euren Mitgliedern widerspiegeln können, desto eher gefallen ihnen eure Inhalte.

Macht beispielsweise Challenges in denen sich eure Mitglieder zusammen oder gegeneinander messen müssen. Witzige Alltags- bzw. Vereinssituationen kommen auch immer gut an.

Nutzt eure Stärken aus! Ihr seid ein Modellflugverein? Macht nicht nur Fotos vom Boden aus, sondern schnallt eine GoPro an eure Flieger und macht schöne Luftaufnahmen. Ihr könnt auch einen Blick hinter die Kulissen geben und eure Werkstatt/ Reparaturen zeigen, damit eure Follower mitbekommen, was noch alles zum Fliegen dazu gehört.

Schaut euch auch die aktuellen Trends an, also welche Formate gerade in den sozialen Medien gerade angesagt ist. Oft kann man diese für den eigenen Vereinsaccount umsetzen und so gute Unterhaltung liefern.

Zwei Vereine, für die sich Social Media definitiv lohnt, sind der FC Erlenbach 1931 und der TSV Sulzfeld. Beide Vereine sind in der Kreisliga vertreten und haben mit 7.600 und 9.600 Followern ihre jeweiligen Einwohnerzahlen (2.200 Erlenbach, 1.200 Sulzfeld) schon lange übertroffen.

Was macht sie so erfolgreich?

Wenn man sich die Instagram-Accounts anschaut, steht schnell fest: Beide stellen ihre Mitglieder in den Vordergrund. Viele Vorstellungen und Bilder ihrer Mitglieder sind zu sehen. Der TSV Sulzfeld setzt zudem auf Challenges zwischen Mitgliedern und zeigt auch oft Videos vom Training.

Der FC Erlenbach hingegen zeigt auch viel neben dem Platz, oft auch mit einer Portion Selbstironie. Das wirkt sofort sympathisch. Beispielsweise sind die bearbeiteten Filmplakate in den Stories ein echter Hingucker.

Was man durch beide Vereine sieht: Eine allgemeine Formel für den Erfolg gibt es nicht. Beide Vereine haben mit unterschiedlichen Inhalten Erfolg. Man sollte als Verein seine Linie finden und das Posten, was auch zum eigenen Verein und den Mitgliedern passt.

In welchen Abständen sollte euer Verein posten?

Zu oft gibt es eigentlich nicht. Wenn ihr gute Ideen habt, setzt sie auch um. Natürlich ist es dabei hilfreich, wenn ihr nicht alles auf einmal hochladet, sondern auch Posts für Wochen aufhebt, in denen nicht so viel passiert. 

Als Minimum solltet ihr euch eine Story pro Tag und zwei bis drei Beiträge pro Woche vornehmen. Stories werden auch in großen Mengen noch konsumiert, weshalb ihr euch bei diesen nicht zurückhalten müsst. Denkt daran euren Followern Interaktionsmöglichkeiten, wie Umfragen in den Stories, zu bieten. Hashtags sollten zu eurem Account passen und nicht zu viele verwendet werden, damit der Algorithmus zufrieden ist und ihr für neue Follower einfach zu finden seid.

Tools zur Erstellung von Beiträgen für die sozialen Medien

Euer Verein wird vermutlich direkt am Anfang feststellen, dass Beiträge für den eigenen Account nicht einfach so erstellt sind. Selbst schlichte Designs benötigen Zeit und ein gutes Auge für Ästhetik. 

Was auch nicht fehlen darf, sind die ein oder anderen Bildbearbeitungsprogramme. Zwar bietet Instagram schon einige Bearbeitungsmöglichkeiten, doch diese sind größtenteils nur rudimentär. Im Folgenden haben wir deshalb für euch drei Tools zusammengetragen, die euch bei euren Instagram Posts helfen werden. 

Canva

Canva hat sich auf Social Media Beiträge spezialisiert. Es stellt euch viele Post-Vorlagen, Stockfotos und Grafiken zu Verfügung. Auch die Möglichkeiten der Bildbearbeitung sind nicht schlecht, können aber am Ende nicht mit reinen Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop mithalten. 

Ein großer Vorteil ist zudem, dass man andere zu seinen Projekten einladen kann. Dadurch können auch mehrere Vereinsmitglieder an einem Projekt arbeiten und es müssen nicht immer alle Dateien untereinander ausgetauscht werden. 

Canva gibt es als Webversion oder als App im App oder Play Store. Es gibt eine kostenlose Variante und eine kostenpflichtige Variante. Letztere kostet 11,99 € pro Monat (für eine Person) und bietet unter anderem mehr Bearbeitungsfunktionen, Zugang zu Premiumfotos und einen größeren Onlinespeicher.

Photopea

Wer doch lieber ein “echtes” Bildbearbeitungsprogramm haben will, sollte sich Photopea anschauen. Es bietet deutlich mehr Bearbeitungsmöglichkeiten, aber auch viel weniger Vorlagen. Ihr müsst euch also erstmal in das Programm reinfuchsen, um gute Ergebnisse erzielen zu können. Aber keine Sorge, online findet ihr einige Tutorials dazu.

Photopea ist kostenlos und steht als Webversion zur Verfügung. Auch hier kann man ein Team einladen, damit man mit mehreren Personen an einem Projekt arbeiten kann. Es gibt auch eine kostenpflichtige Variante für 9 $ pro Monat für eine Person. Diese enthält keine Werbung und  es können doppelt so viele Schritte rückgängig (60) gemacht werden, wie in der kostenlosen Variante (30).

TikTok

Richtig gelesen. Selbst wenn ihr euren TikTok Account nicht für das regelmäßige Posten von Videos nutzt, könnt ihr TikTok immer noch als Tool benutzen. Denn die Bearbeitungsmöglichkeiten für Videos sind hier umfangreicher als auf Instagram. Wer also seine Ideen nicht mit Instagram umgesetzt bekommt, kann gerne auf TikTok zurückgreifen. Hier könnt ihr eure Videos herunterladen und dann auf eurem Instagram-Account wieder hochladen. TikTok findet ihr kostenlos im App und Play Store.

Fundraising

Die ersten Digitalisierungsprozesse von Fundraising starteten mit Spendenformularen und Konto- bzw. PayPal-Daten auf der eigenen Webseite. Mittlerweile gibt es aber viele weitere Möglichkeiten, nicht nur online die eigene Bankverbindung anzugeben, sondern auch direkt online Spenden zu sammeln. Die verschiedenen Möglichkeiten für online Fundraising sind nachfolgend zusammengefasst:

Online Spendenplattformen

Betterplace

Über betterplace.org kann euer Verein online für verschiedene Projekte Spenden sammeln. Es können pro gemeinnützige Organisation mehrere Projekte angelegt werden, die auch nicht zeitlich begrenzt sein müssen. Betterplace ist kostenlos nutzbar, es werden allerdings 2,5% der Spendenhöhe einbehalten, damit die Transaktionskosten gedeckt werden können.Zusätzlich wird ein Kundensupport angeboten und Spendenformulare für eure Homepage bereitgestellt.

HelpDirect

HelpDirect ist das erste deutsche Spendenportal und ist auch komplett kostenlos. Wenn Direktspenden getätigt werden, gehen sie auch in voller Höhe an euren Verein. Außerdem bekommen eure Spender als Dankeschön nach jeder Spende ein Spendenzertifikat, das euer Verein auch personalisieren kann. Es kann sowohl an den Verein bzw. die Organisation an sich gespendet werden, oder auch direkt an die jeweiligen Projekte.

Crowdfunding

Wie läuft Crowdfunding generell ab?

  1. Plattform auswählen
    Bevor ein Crowdfunding-Vorhaben umgesetzt werden kann, muss euer Verein erst einmal eine geeignete Plattform auswählen. Mittlerweile gibt es viele solcher Plattformen und ihr solltet euch vor einer Auswahl die verschiedenen Plattformen genau anschauen.
    Dann muss euer Verein, je nach Plattform, noch das angestrebte Spendenziel und die voraussichtliche Dauer angeben.
  1. Projektvorstellung
    Auf der Crowdfunding-Plattform selbst wird meistens als erstes eine Projektvorstellung verlangt. Hier sollte euer Verein das Projekt möglichst gut beschreiben und genau formulieren, wofür das gesammelte Geld eingesetzt werden wird. Das Wichtigste ist, dass der:die Spender:in eurem Verein und dessen Vorhaben vertraut und das dieses Vertrauen auch nicht durch z.B. fehlende Transparenz missbraucht wird.
  1. Finanzierung
    Die meisten Crowdfunding-Plattformen geben das “Alles-oder-nichts”-Prinzip vor. Sprich: Wenn das vorher festgelegte Spendenziel nicht erreicht worden ist, bekommen die Unterstützer ihre Spender wieder zurück und der Verein geht leer aus, da davon auszugehen ist, dass das Projekt mit einer geringeren Summe nicht umgesetzt werden kann. Die Spendenbeträge werden also erst ausgezahlt, wenn das Ziel erreicht worden ist. Es gibt aber auch Plattformen, die das Geld trotzdem auszahlen, informiert euch da also am Besten direkt bei der von euch ausgewählten Plattform.
    Viele Projekte bieten eine Gegenleistung für die Spenden an. Das können kleinere Geschenke an den Spender oder Anteile am fertiggestellten Projekt sein, je nachdem, um welche Art von Projekt es sich handelt.
  1. Umsetzung des Projekts
    Wenn die benötigten Spenden dann gesammelt wurden, kann mit der Umsetzung des Projekts begonnen werden. Schön ist es, wenn euer Verein sich nochmal bei euren Unterstützern bedankt und sie über Fotos oder Videos auch an der Umsetzung teilhaben lasst.

Crowdfunding-Plattformen

Fairplaid

Fairplaid ist speziell auf Vereine ausgerichtet und funktioniert nach dem “Alles-oder-nichts” – Prinzip. Projekte können kostenlos angelegt werden. Falls das Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde, gehen 7% der Spenden an fairplaid aufgrund von Gebühren und 4% wegen externer Zahlungsabwicklungen.

99Funken

99 Funken ist eine Initiative der regionalen Sparkassen und nutzt auch das “Alles-oder-nichts”-Prinzip. Auch bei 99Funken ist die Projekterstellung kostenlos. Wenn das Spendenziel erreicht worden ist, fallen 4% Transaktionskosten an.

Einkaufsplattformen

Bildungsspender

Bildungsspender ist eine Charity-Kauf-Plattform. Nutzer kaufen auf einer der teilnehmenden Partnerseite ein und ein Teil des Umsatzes kommt dann einem, vom Nutzer vorher ausgewählten Projekt, zu Gute. Als Verein kann man sein Projekt einfach anmelden und so versuchen, Projekte zu finanzieren.

Boost

Boost gehört zur Bildungsspender UG. Auch bei Boost kauft der Nutzer auf einer der Partnerseiten ein, bekommt dann aber eine Dankesprämie auf dem eigenen Konto gutgeschrieben. Boost behält 10% der Provision, die restlichen 90% werden euch gutgeschrieben. Dann kann individuell entschieden werden, für welches Projekt diese Prämie eingesetzt wird. 

3 Tipps, damit das online Fundraising zum Erfolg wird:

  1. Soziale Netzwerke mit Bezahl- bzw. Spendenbuttons
    Auf Facebook gibt es z.B. den Facebook-Spendenbutton,mit dem direkt auf der eigenen Facebook-Seite Spenden gesammelt werden können. 
  1. Videos erlangen mehr Popularität
    Wer seine Onlinepräsenz stärken möchte, sollte auf Videos setzen. Gerade beim Fundraising sind Videos eine tolle Möglichkeit für euren Verein, potenziellen Spendern euer Projekt vorzustellen und ihnen eure Vereinsgeschichte zu erzählen. Bilder und Videos prägen sich da eher ein, als nur ein langer Text. 
  1. Social Media Accounts nutzen
    Nutzt eure Social Media Accounts, um auf eurer Fundraising aufmerksam zu machen. Es war noch nie so einfach und schnell, möglichst viele Menschen von eurem Projekt zu erzählen, wie jetzt. Nutzt eure Chance und erhöht damit die Anzahl eurer Unterstützer!

Plattformen für externe Helfer

Freiwilligen-Plattformen
Auf Freiwilligen-Plattformen lassen sich Engagierte finden, die nicht Geld spenden, sondern ihre Zeit. So kann euer Verein z.B. einen Engagierten suchen, der sich mit Technik auskennt und euch bei der Erstellung eurer Webseite hilft. 

Betterplace

Auf betterplace.org können wie oben genannt Spenden gesammelt werden, aber eben auch nach Engagierten gesucht werden, die Zeit spenden möchten. Zusätzlich können Banner, die auf eure Suche aufmerksam machen, auf eure Webseite eingebunden werden und eure Aktion kann mit euren Social Media Kanälen verknüpft werden.

Aktion Mensch

Auf der Webseite der Aktion Mensch kannst du deine Organisation in die Freiwilligen-Datenbank eintragen. So können interessierte Helfer über die Datenbank auf euer Gesuch aufmerksam werden und sich dann mit eurem Verein in Verbindung setzen. 

Online-Volunteering
Es kann aber nicht nur online nach Engagierten gesucht und Spenden gesammelt werden, das Engagement kann auch online stattfinden. Wenn es um Projekte geht, die ortsunabhängig sind, bietet es sich an, dass freiwillige Helfer von zu Hause aus mit anpacken. Wenn es z.B. darum geht, das Design einer Homepage für euren Verein zu erstellen oder aber Fundraising zu organisieren, kann das in den meisten Fällen auch jemand machen, der nicht physisch vor Ort ist. Ein klarer Vorteil ist hier, dass mehr potenzielle Freiwillige in Betracht kommen. Allerdings kann das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe zu kurz kommen. 

Wer kommt für die Kosten der Digitalisierung auf?

Es werden mittlerweile viele Förderprogramme für gemeinnützige Vereine angeboten. Es gibt Stiftungen sowohl vom Land, Bund, als auch von sonstigen Organisationen, die bereitgestellt werden.

Um eurem Verein ein Gefühl dafür zu geben, wie ein Förderprogramm zur Digitalisierung eures Vereins aussehen könnte, folgt jetzt ein Beispiel: 

Beispiel: 

Förderprogramm: Digitalbonus.Vereine.Niedersachsen
Fördergeber: Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung
Fördergebiet: Niedersachsen
Wer? Eingetragene Vereine und gemeinnützige Organisationen aus Niedersachsen
Was? Investitionen in Hard- und Software + Kommunikationstechnik-Hardware, -Software oder Softwarelizenzen
Förderart: Zuschuss 
Förderhöhe: bis zu 70% der zuwendungsfähigen Ausgaben, mind. 3.500€ max. 10.000€

Wie? Beantragungserklärung: https://www.nbank.de/Unternehmen/Investition-Wachstum/Digitalbonus.Vereine.Niedersachsen/index.jsp

Weitere Informationen: https://www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Land/Niedersachsen/digitalbonus-vereine-niedersachsen.html

Wer sich näher über verschiedene Förderprogramme, auch in anderen Bundesländern, informieren möchte, kann das zum Beispiel in der Förderdatenbank tun.

Fazit

Die Digitalisierung im Verein ist sehr wichtig und sollte auf keinen Fall vernachlässigt werden. Euer Verein sollte sich schon von Anfang an auf eine Digitalisierungsstrategie festlegen und nicht einfach “auf gut Glück” alle Möglichkeiten mal austesten. Auch wenn die Möglichkeiten auf dem ersten Blick unübersichtlich erscheinen, ist für jeden Verein etwas dabei, was er umsetzen kann.

Wir haben etwas vergessen oder ihr habt Fragen oder Anregungen zu unserem Artikel? Dann schreibt uns einfach an [email protected] oder nutzt die Kommentarfunktion unterhalb dieses Artikels.

Beitrag teilen

Share on facebook
Share on twitter
Share on xing
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.