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10 Tipps gegen Mitgliederschwund

Vereine kämpfen schon seit längerer Zeit immer wieder mit sinkenden Mitgliederzahlen und die Pandemie ist dabei nicht gerade hilfreich! Was könnt ihr aktiv dagegen tun? Wir haben für euch 10 einfache Schritte mit denen ihr dem Mitgliederschwund entgegenwirken könnt.

Inhaltsverzeichnis

Nachwuchsförderung

Der altbekannte Spruch “Die Kinder sind unsere Zukunft” gilt auch für Vereine. Denn wer soll die nächsten Generationen trainieren, wenn nicht die jetzigen Kinder?
Darum sollten nicht nur Angebote für Kinder und Jugendliche vorhanden sein. Sie sollten auch aktiv gefördert werden, um sich selbst im Verein einbringen zu können. Das bringt nicht nur Vorteile für die Gesundheit und die soziale Kompetenz der Kinder, sondern auch langfristig dem Verein. Denn wer den Nachwuchs vernachlässigt steuert direkt auf das Vereinssterben zu!

Demografischer Wandel

Der demo­grafische Wandel ist in Deutschland längst angekommen. Die sinkende Zahl der Menschen im jüngeren Alter und die gleichzeitig steigende Zahl älterer Menschen verschieben den demo­grafischen Rahmen in bisher nicht gekannter Art und Weise. Jede zweite Person in Deutschland ist heute älter als 45 und jede fünfte Person älter als 66 Jahre. Warum also nicht das Angebot für Senioren ausbauen? Walking-Gruppen oder Gymnastik für Senioren sind sehr beliebte Sportprogramme. So können Senioren noch soziale Kontakte knüpfen und der Verein hat wieder neue Mitglieder.

Jugendliche abholen

Viele Jugendliche steigen im zunehmenden Alter aus dem Verein aus und springen auf den Fitnessstudio-Zug. Das passiert vor allem dann, wenn das Angebot hauptsächliche für Kleinere ausgelegt ist und mit steigendem Alter immer dünner wird. Dabei darf man den Team- und Gruppengeist von Jugendlichen nicht unterschätzen. Es entstehen gute Freundschaften, die im Team ausgelebt werden und den Verein aufrecht erhalten.

Genuss-Sport

Nicht jeder hat das Bedürfnis, jedes Wochenende für Wettkämpfe oder Turniere zu opfern. Mannschafts- und Gruppensportarten rücken mittlerweile in den Hintergrund. Der Fokus liegt auf Einzelsport und Individualsport. Die meisten gehen dem Sport im Verein nach, um sich mit Freunden und Bekannten auszutauschen und abschalten zu können – nicht um der nächste Olympiasieger zu werden. Ein Beispiel wäre ein gesondertes Team anzulegen, welches lediglich Spaß am Training hat, ohne kompetitiv ausgerichtet zu sein.

Neue Sportangebote

Eine Möglichkeit gegen den Mitgliederschwund ist der Ausbau des Sportangebots. Sicher kann nicht jeder Verein plötzlich ein Schwimmteam anbieten, Sportarten wie Zumba, Yoga oder Aerobic könnten aber Begeisterung hervorrufen. Dadurch werden nicht nur potenzielle neue Mitglieder auf euch aufmerksam, sondern auch altbewährte passive Mitglieder finden möglicherweise wieder Spaß am Vereinsleben.

Berufstätige: Sport vor 9 und nach 17 Uhr anbieten

Viele Berufstätige haben das Gefühl, nicht Teil eines Vereins zu sein, da sie wenig am Vereinsleben teilnehmen können. Mit einem Angebot vor 9 Uhr bzw. nach 17 Uhr haben auch Berufstätige die Möglichkeit, sich im Verein einzubringen und Angebote wahrzunehmen.

Mutter-/ Vater-Kind-Kurse

Eltern-Kind-Kurse werden bei Eltern sehr geschätzt. Sie können dadurch Zeit mit ihren Kindern verbringen und parallel etwas für sich selbst tun. Durch das gemeinsame Training wird nicht nur die Bindung zwischen Elternteil und Kind gestärkt, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder im Verein Mitglied bleiben. Familien-Pakete bieten sich hier sehr gut an und machen das Angebot noch attraktiver.

Digitalisierung einführen

Wann war heute nochmal das Training? Wann trifft man sich am Samstag zur Fahrgemeinschaft? Fragen, die sich schnell häufen und zu großer Unübersichtlichkeit und Verwirrung sorgen. Digitale Programme können euch da eine große Hilfe sein, da wichtige Infos schnell und einfach verbreitet werden. Eine gemeinsame Vereins App verbessert dahingehend nicht nur die Kommunikation und Organisation, sondern stärkt auch den Zusammenhalt und kann so dem Mitgliederschwund entgegenwirken.

Vereinsarbeit während Corona

Durch eine Pandemie können Vereinsstrukturen ganz schön ins Wanken kommen. Gruppen werden auf eine bestimmte Größe reduziert, Mindestabstand muss eingehalten werden, Hygienevorschriften müssen beachtet werden, etc. Das schreckt viele Vereine ab – die Reaktion: keinerlei Angebote. Die Möglichkeiten sind zwar begrenzt, aber nicht vollkommen eingeschränkt! Es gibt zahlreiche Alternativen, Angebote anzubieten. Angefangen bei Yoga im Park, über gemeinsames Fahrradfahren, bis hin zu Online-Workouts. Werdet kreativ und staunt darüber, wie viele sich über dieses Angebot freuen werden.

Feste

Sommerfeste, Weihnachtsfeiern, Osterwanderungen, etc. sind gute Anlässe, um euren Verein nach außen zu präsentieren und intern Kontakte zu verknüpfen. Euch zu zeigen, hilft euch, neue Kontakte zu gewinnen und das Vertrauen ineinander zu stärken.

Fazit

Um dem Mitgliederschwund entgegenzuwirken, muss euer Verein langfristig denken. Kinder, Jugendliche, Berufstätige, Eltern und Senioren sind ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens. Eine ausgewogene Balance zwischen einer tollen Repräsentation des Vereins nach außen, sowie Mitgliedern, die aus sozialen oder Fitnessgründen im Verein sind, sollte vorhanden sein. Speziell die Kinder und Jugendlichen sind die, die eine große Rolle spielen, um langfristig die Mitglieder zu halten.

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